23 | 10 | 2014

LSD (Lysergsäurediethylamid)

LSD bewirkt in den Zellen des Darmnervensystems eine verstärkt auftretende Öffnung der Serotoninrezeptoren. Serotonin ist ein Neurotransmitter, der die Wahrnehmung, den Schlaf, die Temperaturregulation, die Schmerzempfindung und die Sensorik des Menschen beeinflusst.

 

LSD hat eine ähnliche Strukturformel wie Serotonin und bindet folglich als Antagonist oder auch als Agonist an die Serotoninrezeptoren und hemmt bzw. aktiviert dadurch das G-Protein. Die weiteren neurophysiologischen Zusammenhänge wurden bis jetzt nur im Ansatz erforscht und noch nicht eindeutig belegt.

Die halluzinogene Wirkung von LSD beruht letztendlich auf einer Beeinflussung der postsynaptischen Serotoninrezeptoren, wo die halbsynthetische Droge vermutlich teilweise aktivierend wirkt.

Die einzige nachgewiesene Wirkung ist ein Einfluss auf die enzymatische Bildung und den Abbau der Neurotransmitter, d.h. auch hier finden sich zwei mögliche Wirkungsweisen von LSD wieder; zum einen die vermehrte Bildung und zum anderen den vermehrten Abbau von Neurotransmittern.

Aus den oben beschriebenen Vorgängen ergeben sich folgende Auswirkungen auf den menschlichen Organismus:

 

  • Gesteigerte Einbildungskraft und Wahrnehmung
  • Bewusstseinserweiterung
  • Schärfung der Sinne
  • Synästhesie (Kopplung mehrerer getrennter physischer Bereiche der Wahrnehmung)
  • Sinnestäuschungen
  • Horrorvisionen
  • Körperliche Entfremdung
  • Depressionen (also Folgeerscheinung des Rauschs)
  • Halluzinationen

 

LSD führt zunächst nicht zu einer körperlichen Abhängigkeit sondern lediglich zu einer psychischen. Es kommt jedoch zu einer Art Toleranz des Körpers die zur Folge hat, dass zur Erzielung des gleichen Effekts eine Einnahme größerer Dosen erforderlich ist.

Geschrieben von: Franziska, Jonathan & Christoph
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